Katze Finny braucht dringend Hilfe

Vor einiger Zeit haben wir im Warteraum einer Tierklinik Melanie von der Fellnothilfe e.V. kennengelernt. Seither stehen wir im Kontakt und haben, was Vierbeiner angeht, auch schon einiges voneinander gelernt. Der Tierschutzverein aus Sachsen-Anhalt, für den Melanie im Ehrenamt tätig ist, ist zwar klein, bewegt aber Großes. Derzeit kämpfen seine Aktiven zum Beispiel für eine Katzenschutzverordnung in den Harzgemeinden, um frei umherlaufenden Katzen – Privattieren und Streunern – ein besseres Leben zu ermöglichen. Trotz zäher und kräftezehrender Verhandlungen mit Verwaltungen und Politikerinnen und Politikern sind die Fellnothilfe und andere Vereine aus Sachsen-Anhalt, die sich angeschlossen haben, auf einem guten Weg und können bereits Erfolge im Katzenschutz verbuchen, die sich sehen lassen können.

Doch nun läuft das finanzielle Fundament der Fellnothilfe durch einen tragischen Zwischenfall Gefahr, vollständig wegzubröckeln: Dauerpflegling Finny, eine wunderhübsche, schwarze Katzendame mit betörend gelbem Blick und weißem Brustfleck, geriet unter ein Auto. Erst durch den Einsatz der Feuerwehr Blankenburg konnte das schwer verletzte Tier aus einem 20 Meter langen Rohr geborgen werden, in das es sich geflüchtet hatte.

Finny wurde sofort in die Kleintierklinik der Tierärztlichen Hochschule Hannover gebracht, wo ihr ein Bein amputiert und eine schwere Beckenfraktur gerichtet werden mussten. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, kam bei der Untersuchung der nächste Schock – einer, mit dem niemand gerechnet hatte: Finny hat eine schwere Herzinsuffizienz. Katzen sind Meister darin, Herzerkrankungen lange zu überspielen und so ahnte Melanie, die für Finny zuständig ist, nichts von diesem Problem der lebensfrohen Katze.

​„Das ist jetzt genau ein Notfall zu viel“, sagt Melanie. „Unser kleiner Verein ist finanziell am Ende, denn ​Finny ist nur eine von fast 50 Dauerpfleglingen, die bei uns auf den Höfen leben. Viele von ihnen kamen schwerstkrank zu uns, brauchten monatelange Intensivpflege und blieben am Ende für immer bei uns. Wir geben diesen Tieren bei uns ein Zuhause und Lebensqualität, doch unser Alltag ist finanziell ohnehin ein ständiger Drahtseilakt. ​Allein durch die gestiegenen Tierarztkosten machen wir uns völlig nackt.“

Aktuell sitzt der kleine Verein auf fast 800 € offenen Rechnungen – und das nur für Fundtiere, die im Notdienst erlöst werden mussten. (Euthanasie-Kosten von rund 250 € pro Tier). Behörden, die für die Kostenübernahme von Fundtieren zuständig sind, lassen die Fellnothilfe regelmäßig im Regen stehen. „Wir machen diese Arbeit ehrenamtlich und aus Liebe zum Tier – bleiben am Ende aber auf den Rechnungen sitzen“, sagt Melanie resigniert.

​Doch trotz dieser Kosten und den Geldern, die die Dauerpfleglinge des Vereins benötigen, ist für die Aktiven der Fellnothilfe die Euthanasie Finnys keine Option. „Katzen können mit drei Beinen ein wunderbares, glückliches Leben führen, die Herzinsuffizienz ist mit Medikamenten einstellbar. Wegen behandelbarer Handicaps geben wir kein Leben auf, für das wir jahrelang gekämpft haben“, sagt Melanie.

​Dieses Mal wird es die Fellnothilfe alleine allerdings nicht schaffen, die Tierarztkosten zu wuppen. Daher hat der Vorsitzende des Vereins, Andreas Döring, einen Aufruf bei GoFundMe gestartet, um über ein Fundraising so viele Spenden zu generieren, dass der Verein Finnys Rechnungen bezahlen und weiterexistieren kann.

Wir bitten auf diesem Wege alle unsere Freunde und Unterstützer, ihr Herz und ihren Geldbeutel für die tapfere Finny zu öffnen, damit die Fellnothilfe mit ihrer wichtigen Tierschutzarbeit weitermachen kann. Auch wenn es nur fünf Euro sind, die man über GoFundMe gibt, kann das den Unterschied ausmachen. Wir verlinken Euch den Spendenaufruf für Finnys Rettung an dieser Stelle. Bitte seht nicht weg und helft dem kleinen Verein aus dem Harz, weiterhin mit aller Kraft um eine bessere Welt für unsere Katzen zu kämpfen.

Hier könnt Ihr für Finny spenden: GoFundMe

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